MSF
IN SYRIEN

Ä rzte ohne Grenzen betreibt zurzeit drei Krankenhäuser in Syrien. Seit die Organisation das erste Krankenhaus im Juni 2012 eröffnete, haben die Teams 109.000 medizinische Konsultationen und 10.000 Operationen durchgeführt. Zudem haben sie bei 2.300 Geburten* Hilfe geleistet. Da das syrische Gesundheitssystem in vielen Teilen des Landes zusammengebrochen ist, gehört es für Ärzte ohne Grenzen nicht nur zu den Prioritäten, Kriegsverletzte zu behandeln sonder auch Patienten mit chronischen Krankheiten und schwangere Frauen. Die Krankenhäuser von Ärzte ohne Grenzen befinden sich im Norden des Landes, im von der Opposition kontrollierten Gebiet. Die syrische Regierung hat der Organisation keine Erlaubnis erteilt, in den von ihr kontrollierten Gebieten zu arbeiten.

Im Libanon, der die meisten syrischen Flüchtlinge aufgenommen hat, ist die Lage der öffentlichen Gesundheitsversorgung sehr angespannt. Ärzte ohne Grenzen arbeitet im Bekaa Valley, in Tripoli, Saida und im Lager Schatila. Hier geht es vor allem um die sekundäre Gesunheitsversorgung, Geburtshilfe und die Arzneimittelverordnung für chronische Krankheiten.

In Jordanien arbeiten Teams von Ärzte ohne Grenzen in der Provinz Irbid, wo es die größte Zahl von Flüchtlingen außerhalb der Lager gibt, sowie in Ramtha nahe der syrischen Grenze und im Lager Zataari. Ärzte ohne Grenzen führt in einem Krankenhaus in Amman auch orthopädische und rekonstruktive Chirurgie für Gewaltopfer durch.

Im Irak leisten Teams der Organisation nahe der syrischen Grenze in den Lagern Domiz, Kawargosk und Darashakran medizinische und psychologische Hilfe.

*von Juni 2012 bis Juni 2014